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Wie kommt man an ein Musterhaus
Musterhäuser dienen eine Zeit lang zu Besichtigungszwecken und werde dann oftmals sehr
kostengünstig verkauft. Teilweise wohnen auch Familien in einem Musterhaus und müssen
ihre Türe für die Besichtigung von Interessenten öffnen. Die „alten" Häuser werden bei einem
Verkauf in einem Musterhauspark abgebaut und auf dem Bauplatz des Bauherren neu
zusammengesetzt. Zunächst muss man aber einmal wissen, dass ein Musterhaus nicht überall
gebaut werden darf. Denn wie bei jedem anderen Bau auch, muss hierfür eine
Baugenehmigung eingeholt werden, und dabei kann es durchaus passieren, dass diese nicht
ausgehändigt wird. Die ist darin begründet, dass die Energiesparverordnung heute ganz
andere Maßstäbe setzt, als es bei Bauten vor sieben oder zehn Jahren der Fall war. Hat man
Glück, ist das Musterhaus ausreichend gedämmt oder muss nur geringfügig nachgerüstet
werden. Ist dies nicht der Fall, sind die Umbauten meist so teuer, dass es günstiger ist, ein
neues Fertighaus zu kaufen. Eine weitere Vorschrift, die berücksichtigt werden muss, sind die
Bebauungspläne. So kann es sein, dass in einem Baugebiet eine bestimmte Dachform
vorgesehen ist und das Musterhaus diesen Ansprüchen nicht gerecht wird. Auch
Bebauungsgrenzen sind hierbei unbedingt einzuhalten. Des weiteren ist ein Musterhaus, wenn
es auf dem neuen Bauplatz wieder aufgebaut wird, kein Fertighaus mehr, sondern ein
Ausbauhaus. So muss man also die Bodenplatte sowie den Estrich und die Bodenbeläge im
Erdgeschoss neu anlegen. Teilweise lässt sich auch das Dach nicht ohne Beschädigungen
abbauen und wieder aufbauen. Somit sind die Kosten bzw. die Ersparnisse gegenüber einem
neuen Fertighaus gründlich abzuwägen. Es ist halt nicht so einfach, ein Haus an einem Ort
abzubauen und es an einem neuen Ort wieder aufzubauen.